Die Idee

Psychoanalytische und Gruppenanalytische Resonanzräume und Behandlungsmöglichkeiten für Geflüchtete

Ausgelöst durch politische, soziale und ökologische Krisen sind Migration und Flucht in den letzten Jahren in Europa zu einem zentralen Thema geworden. Dies fordert auch die psychosoziale bzw. psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgungslandschaft heraus. Als eine Antwort darauf ist ein wachsender Ruf nach Weiterbildung bzw. Spezialangeboten und Kurzzeitinterventionen zu beobachten, welche auf die Behandlung für die häufig wenig differenziert als homogene Gruppe zugefassten „traumatisierten Geflüchteten“ vorbereiten soll. Die Beiträge der (Ethno-)Psychoanalyse und Gruppenanalyse nehmen in dieser Diskussion bisher wenig Raum ein. Im Zentrum für Interkulturelle Psychiatrie & Psychotherapie (ZIPP) der Charité Berlin arbeiten wir nunmehr seit 16 Jahren mit dieser Klientel mit psychoanalytischen und gruppenanalytischen Zugängen.

Die übergeordneten Fragen sind

  1. Wie die psycho- und gruppenanalytischen Behandlungssettings an den Bedarf Geflüchteter angepasst werden müssen und

  2. Inwiefern Behandlungskonzepte wie Holding, Containing, Belonging und Resonanz auch in nicht primär klinischen Versorgungskontexten hilfreich angewendet und zur Verfügung gestellt werden können.

Illustration // studio animanova



Projekt

Im Rahmen des von der Stiftung Freie Assoziation geförderten Projektes beschäftigen wir uns mit der kritischen Reflexion unserer klinischen Praxiserfahrungen der letzten Jahre und der daraus resultierenden theoretischen Fundierung.
In einem zweiten Schritt werden wir diesen Prozess vor dem Hintergrund internationaler Expertise im Rahmen eines internen Seminars festigen und in einem dritten Schritt für interessierte Kolleg*innen aus dem deutschsprachigen Raum im Rahmen der Tagung „Begegungen jenseits der Couch – Flucht auf die Couch“ zugänglich machen.
Anschließend ist die Veröffentlichung der Ergebnisse in Fachzeitschriften und die Dokumentation in anderen Formaten geplant.

Tagung

Illustration // studio animanova